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Gewerbeflächen durch Zweckverband gemeinsam entwickeln

Gewerbeflächen durch Zweckverband gemeinsam entwickeln

v.l. Jens Wrede Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH, Arno Djuren c-Port

Wirtschaftsförderung und Landkreis besuchten interkommunale Gewerbegebiete ecopark und c-Port

Brake. Welche Erfahrungen gibt es zu Gewerbegebieten, die über einen Zweckverband gemeinsam entwickelt werden? Diese Fragestellung führte kürzlich auf Einladung der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH den Arbeitskreis Kreisentwicklung sowie alle Hauptverwaltungsbeamten des Landkreises Wesermarsch zu einer Exkursion in den Landkreis Cloppenburg. Auf dem Programm standen die interkommunalen Gewerbegebiete ecopark und c-Port. Begleitet wurde die Gruppe von Landrat Thomas Brückmann, Baudezernent Matthias Wenholt sowie Mitarbeitern der Raumplanung. Vor dem Hintergrund der geplanten Trassenführung der neuen Bundesautobahn A20 im Landkreis galt es einen Blick auf die langjährigen kommunalen Erfahrungen in Südoldenburg zu werfen.

Die Geschäftsführer von ecopark – ein Zweckverband der Gemeinden Cappeln und Emstek, Stadt und Landkreis Cloppenburg – sowie c-Port – Zweckverband der Gemeinden Bösel und Saterland, Landkreis Cloppenburg und Stadt Friesoythe – informierten über Entstehung, Planung, Aufteilung bzw. Harmonisierung von Gewerbesteuern und weitere Besonderheiten, die im Rahmen der interkommunalen Aufstellung der Gewerbeparks entstehen.

Baudezernent Matthias Wenholt zeigte sich begeistert von den Praxisbeispielen und resümierte am Ende des Tages: „An den gezeigten Beispielen interkommunaler Gewerbegebiete konnte man meines Erachtens einen sehr guten Eindruck davon bekommen, welche Vorteile solche Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region bieten. Insbesondere im Zusammenhang mit der in Aussicht stehenden infrastrukturellen Anbindung durch die neue A20 könnten auf Basis eines solchen Modells auch in der Wesermarsch attraktive Flächen entwickelt werden. Ich hoffe, dass alle Teilnehmer der Bereisung sehen konnten, wie erfolgsversprechend eine gemeinschaftliche kommunalgrenzen überschreitende Entwicklung ist.“

Auch Christina Johanne Schröder, Kreistagsabgeordnete BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Mitglied in der Arbeitsgruppe Kreisentwicklung sieht in den Gewerbegebieten der Nachbarregionen gute Beispiele, an denen sich die Kommunen der Wesermarsch orientieren sollten. „Die Besuche des ecopark und des c-Port haben die Chancen einer langfristigen interkommunalen Gewerbeplanung verdeutlicht. Insbesondere das Ziel des ecopark gezielt über hochwertige Arbeitsplätze und ein attraktives Arbeitsumfeld die Wertschöpfung in der unmittelbaren Region zu erhöhen, hat beeindruckt. Planungszeiträume von 30 oder 40 Jahren bedeuten aber auch konsequentes Marketing, insgesamt jahrelange Investitionskosten und eine klar strukturierte, langfristige Zusammenarbeit der Kommunen“, so Schröder.

Trotz des gemeinsamen interkommunalen Charakters unterscheiden sich die Gewerbeparks ecopark und c-Port in vielen Hinsichten und boten entsprechend vielseitige Eindrücke. Der Gewerbepark ecopark liegt mitten im Oldenburger Münsterland an der Hansalinie A1 und stellt das Thema „Arbeit erleben“ in den Vordergrund. Das Team um Uwe Haring, dem Geschäftsführer des ecopark, fokussiert sein Angebot in erster Linie auf zukunftsorientierte Unternehmen und bietet diesen attraktive Gewerbeflächen in einer schönen Landschaftsgestaltung, in der die Mitarbeiter durch ein modernes Arbeitsumfeld nicht nur mehr Arbeitsqualität, sondern zugleich mehr Lebensqualität erleben. Dieser ansprechende Rahmen kostet interessierte Unternehmen 42 Euro pro Quadratmeter mit der Möglichkeit, auch die angrenzenden Flächen direkt für sich zu reservieren.

Derzeit sitzen rund 30 Betriebe mit 900 Beschäftigten in dem Gewerbegebiet südöstlich der Flächengemeinde Emstek, zehn Kilometer von Cloppenburg entfernt. Organisiert wird der ecopark durch einen Zweckverband, der für Planung, Erschließung, Betrieb u. Vermarktung der Gewerbegebiete zuständig ist. Neben der Gemeinde Emstek und der Stadt Cloppenburg sind außerdem die Gemeinde Kappeln und der Landkreis Cloppenburg beteiligt.

Ebenfalls im Landkreis Cloppenburg liegt der interkommunale Gewerbepark c-Port. Hier empfing die interessierte Gruppe aus der Wesermarsch der Geschäftsführer Arno Djuren, der zunächst in einer großen Rundtour das Gewerbegebiet und seine Unternehmen vorstellte. Der Standort nahe der Stadt Frisoythe direkt am Knotenpunkt zwischen Küstenkanal und den Bundesstraßen 401 und 72 überzeugt nicht nur durch die logistisch vorteilhafte Lage an Land, sondern vor allem durch den direkt angrenzenden Zugang zur Wasserstraße. Hier bietet der Binnenhafen mit seinen großflächig angelegten Industriegrundstücken speziell für Unternehmen aus Branchen wie z.B. Futter- oder Düngemittel, Mineralöle, Baustoffe, Torfe und Erden ideale Standortbedingungen. Um den Mangel an Industriegebieten speziell für großflächige, immissionsintensive Industriebetriebe mit guter Verkehrsanbindung in ihren Gemeinden entgegen zu treten, haben sich die Gemeinden Saterland und Bösel, die Stadt Frisoythe und der Landkreis Cloppenburg zu einem Zweckverband zusammengeschlossen. Gemeinsam entwickeln sie den Standort c-Port und profitieren von den langfristigen Vorteilen.

Trotz der unterschiedlichen Charaktere und den damit verbundenen Besonderheiten der Gewerbeparks sind sich Haring und Djuren in einer Sache besonders einig. Alle Beteiligten müssen sich für die Zusammenarbeit öffnen und sich darüber bewusst sein, dass ein interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet keine kurzfristige Erfolgsgeschichte ist, sondern Durchhaltevermögen fordert – oft über mehrere Jahrzehnte. Einig sind sich die beiden jedoch auch, dass sich der lange Atem lohnt und alle von der Zusammenarbeit profitieren.

Davon ist auch der Bürgermeister aus Ovelgönne, Christoph Hartz überzeugt: „Der Blick über den Horizont erweitert die Sichtweise und die Entscheidungskompetenz. Wir haben heute zwei Beispiele von unterschiedlich aufgestellten interkommunalen Gewerbeparks besichtigt und dabei umfangreiche Informationen erhalten. Eine durch und durch gelungene Veranstaltung, die von allen Seiten gut vorbereitet und durchgeführt worden ist.“ Auch Jens Wrede von der Wirtschaftsförderung Wesermarsch sieht sich mit dem Besuch darin bestätigt, dass insbesondere der Bau der A20 für die Gewerbeflächenentwicklung eine echte Chance für den Landkreis bedeuten kann. „Jetzt ist es an der Zeit, gemeinsame Überlegungen anzustellen und die Potenziale für eine langfristige Ansiedlungsstrategie zusammenzuführen. Auf diese Weise haben andere Erfolge einfahren können. Wir können das auch“, ist sich Wrede sicher.

Bericht: Annkathrin Eilermann, eilermann@wesermarsch.de, Tel: 04401 996924

Gewerbeflächenkontakt:
Carolin Lange-Dwillies
lange@wesermarsch.de
Tel: 04401 996905

 

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