Brandaktuelles Projekt prüft Einführung einer Pfandpflicht für lithiumhaltige Batterien und Akkumulatoren

Noch besteht Klärungsbedarf über die beste Lösung für das Problem

Brake. Im August 2020 ist das Sachverständigen-Gutachten des Umweltbundesamts „Prüfung der Einführung einer Pfandpflicht für lithiumhaltige Batterien und Akkumulatoren“ gestartet, Laufzeit voraussichtlich April 2021. Die Dr. Brüning Engineering UG, Brake, wird das Gutachten zusammen mit der cyclos GmbH, Osnabrück erstellen. Das Sachverständigengutachten zielt darauf ab, bewerten zu können, ob die Einführung einer Pfandpflicht auf lithiumhaltige Batterien und Akkumulatoren (LIB) (ggf. begrenzt auf bestimmte technische Merkmale bzw. Bauarten) ein geeignetes und effizientes Instrument sein kann, um einerseits zur Eindämmung von Brandereignissen in Abfallsortier- und -behandlungsanlagen sowie bei Erfassung und Transport und andererseits zur Steigerung der Sammelmenge von Altbatterien und Altakkus sowie durch mögliche Synergieeffekte ebenfalls zur Steigerung der Sammelmenge von Elektroaltgeräten beizutragen. „Derzeit werden verschiedene Argumente und Meinungen für und gegen die Einführung einer Pfandpflicht für lithiumhaltige (Alt-)Batterien und (Alt-)Akkumulatoren diskutiert. Der derzeitige Erkenntnisstand zur Einführung einer Pfandpflicht auf LIB ist folglich nicht eindeutig und Bedarf weiterer Klärung“, so Julia Wolf, Projektleiterin beim Ingenieurbüro in Brake. „In letzter Zeit sind vermehrt Brandereignisse in Entsorgungsbetrieben aufgetreten, bei denen die Schadenshöhe mehrere Millionen Euro betrug. Lithiumbatterien stehen im Verdacht der Auslöser dieser Ereignisse zu sein. Daher handelt es sich um ein „brandaktuelles“ Projekt für die Entsorgungsbrache“, erläutert Dr. Ralf Brüning die Dringlichkeit des Vorhaben.

Aktuell wird von Bränden in Abfallsortier- und -behandlungsanlagen für verschiedene Abfallströme wie beispielsweise Elektroaltgeräte, Verpackungen, Restabfall/Sperrmüll, Mischschrott, Papier und Alttextilien berichtet, aber auch von Bränden in Abfallsammelbehältnissen bzw. beim Abfalltransport. Berichten zufolge kommt es in Deutschland annähernd jede Woche zu einem Brandereignis, welches unter anderem auf eine Entsorgung von LIB oder LIB-enthaltenden Elektroaltgeräten in einem falschen Abfallstrom oder falschem Erfassungsbehältnis zurückgeführt wird.

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